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September

Artikel des Monats September

 

 

Elektromobilitat_BMW_i3

 

Elektromobilität

Versuch No 1

 

Elektromobilität, das klingt nach neuer großer Unabhängigkeit vom Öl, nach der Möglichkeit, die Kutsche mit dem eigenen Solarpanel zu füttern und eine weitere Nische der Selbstversorgung zu erobern. Es klingt auch nach verantwortungsvollem, emissionsfreiem Fahren.  
So dachten wir jedenfalls, als wir uns dem Thema zuwendeten. Wir hatten ja keine Ahnung, auf was für einen Recherchemarathon wir uns einlassen und was für ein Durcheinander auf uns lauert. Da wir Autos nutzen wie Telefone – ohne nähere Kenntnis der dahinter liegenden Technik, ohne besondere Modellpräferenzen und mit einer recht nüchternen Vorstellung von Funktionalität, ließ uns der Pkw-Informations-dschungel ziemlich schnell irgendwo zwischen Frust und Langeweile hin und her pendeln. Wir haben nichtsdestotrotz tapfer und in bester Selbstversorgermanier gehobelt und gebohrt.  


Flocken und unzufriedene Rennzäpfchen
Eigentlich gibt es Elektromobilität so lange es Autos gibt. Als weltweit erster Strom-Pkw gilt der 1888 in Deutschland entwickelte Flocken Elektrowagen. Und von Anfang an gab es verhältnismäßig flotte Kisten. Eine Art Rennzäpfchen mit dem putzigen Namen „die niemals Zufriedene“ (La Jamais Contente) brachte es schon 1899 auf 100 km/h.
In den 1920ern begann jedoch die große Verdrängung durch den Verbrennungsmotor, denn Sprit war billiger als Strom und man kam mit diesen Wagen damals wie heute deutlich weiter. Die Reichweite der Urstromer lag bei rund 100 km; keine allzu große Differenz zu vielen aktuellen Modellen. Lange Zeit war es still um die E-Autos, obwohl immer wieder welche gebaut wurden. Erst um die letzte Jahrtausendwende, auf der Suche nach Erdöl- und Emissionsfreiheit, wurde den Elektrischen neues Leben eingehaucht.
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