Drucken

Dezember

Artikel des Monats Dezember

Selbstversorgung-autark-QUICUMQUE-Kartoffeln_1

Kartoffeln

Die spanischen Eroberer brachten sie aus der neuen in die alte Welt, die diese Knolle zunächst kritisch beäugte: die Kartoffel. Der anfänglichen Skepsis zum Trotz fasste sie Fuß und wandelte sich von einer Delikatesse zum Volksnahrungsmittel. Womöglich ist der Zenit aber überschritten: Laut statistischem Bundesamt nimmt die Anbaufläche für Kartoffeln in Deutschland wieder ab und die für Silomais und Weizen zu.
Die Kartoffel wird schon seit 7000 Jahren in Peru kultiviert und weltweit gibt es mehrere tausend Sorten. Kaum ein Gewächs hat hierzulande so viele verschiedene Lokalnamen: Ibsen, Tuffeln, Ärbeln, Grombern, Ädäppel, Knullen, Bodaggn, Erdapfel und Erdbirne sind nur die geläufigsten. Naja, vielleicht mit Ausnahme der Ibsen – die kennt man wahrscheinlich nur im Oberwesterwald.
Ihr vergleichsweise einfacher Anbau und ihre unaufwändige Verwertung im Vergleich zum Getreide machten sie zum Sattmacher No. 1 in ganz Europa. Erst Mitte des 19. Jh. erhielt ihr Siegeszug einen Dämpfer, als Kartoffelkrankheiten aus Amerika Europa erreichten, allen voran die Kraut- und Knollenfäule.  Es kam zu Missernten und schlimmen Hungersnöten. Besonders betroffen war Irland in den Jahren 1845 bis 1852: 12% der Bevölkerung starben an Hunger, 2% wanderten aus.
Weiterlesen...

__________________________________