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Wald

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15_Maronen_Rommersdorf,_Castanea_sativa

 

Brotbaum


Fast alles über Edel-Kastanien

Mit dem Wissen von Volker A. Bouffier

 

Die Ess- oder Edel-Kastanie, Castanea sativa, ist zum Baum des Jahres 2018 auserkoren worden. Zu recht, wie wir finden, denn er ist ein echter Selbstversorgerbaum. Nicht nur seine Nüsse, gemeinhin Maronen genannt, bieten einen kalorienreichen Getreide- und Kartoffelersatz, auch sein rottebeständiges Holz ist äußerst vielseitig verwendbar.
Es wird gerne für Fassdauben und Hausbau verwendet, sein hoher Tanningehalt (bis zu 13% des Trockengewichtes) macht es zum Grundstoff für Gerberlohe und es bietet mit 2100 kWh/rm einen sehr guten, dem Buchenholz vergleichbaren Brennwert – kein Wunder, denn die Edel-Kastanie gehört zur Familie der Buchengewächse (Fagaceae). Last but not least ist die Edel-Kastanie ein prima Baum in Zeiten des Klimawandels, da viele Sorten bedingt Trockenstress aushalten. Freunden des kommerziellen Waldbaus macht der Baum mit schnellem Wachstum Freude. Anhänger der naturnahen Forstwirtschaft loben die Edel-Kastanie, weil die alten Bäume hohe Totholzanteile aufweisen und Flechten, Moosen, Insekten, Pilzen sowie allerlei Höhlenbewohnern ein Zuhause bieten.
Allgemein denkt man, wenn es um Edel-Kastanien geht, an Südeuropa. Dabei ist der Baum in ganz Deutschland verbreitet; mehr als 7.500 ha beträgt die Edelkastanienfläche, wobei Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg mit jeweils über 3.000 ha die Spitzenplätze einnehmen und Schleswig-Holstein und Thüringen mit je 1 ha das Schlusslicht bilden.

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